Mai Paprika

Sorten: rot, gelb und grün, auch 2. Wahl,  Spitzpaprika „Ramiro“, lose und im 2er-Beutel
Anbauland: Spanien oder Marokko
Nährwerte: 20 kcal/100g (grün), 37 kcal (rot),sehr  viel Vitamin C und Kalium, sowie Carotinoide, welche für die Farbe verantwortlich sind

LOS RUBIALES

„Toleranz und Solidarität sind uns ebenso wichtig wie Umweltverträglichkeit und die Nachhaltigkeit unserer Produkte!"

Weit verzweigtes Anbauernetz

Im äußersten Südosten Andalusiens, in Nijar nahe des „Cabo-de-Gata-Nationalparks“ in der Provinz Almería, findest sich der Betrieb LOS RUBIALES. LOS RUBIALES ist ein junges, dynamisches Bio- Unternehmen, welches seit seiner Gründung auf Qualität, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit setzt. Die Erzeuger bewirtschaften ihre Betriebe auf einem weit verzweigten Gebiet zwischen Carchuna bis San Javier. Dadurch haben die einzelnen Betriebe eigene, klimatische Bedingungen. Diesen Aspekt berücksichtigen sie bei der Auswahl der Obst- und Gemüsesorten und können so das ganze Jahr über leckere, gesunde Früchte liefern.

 

Famile und Tradition

Los Rubiales ist ein Familienbetrieb mit langer landwirtschaftlicher Tradition: Gegründet wurde er unter der Leitung von Francisco Jesús Montoya Sanchez. Francisco studierte Agrarwissenschaften und interessierte sich während dieser Zeit bereits sehr für den Öko-Landbau. Nachdem er die landwirtschaftlichen Flächen von seien Eltern übernommen hat überzeugte er schließlich seine ganze Familie auf Bio umzustellen, was 2004 in der Gründung des Bio-Betriebs mündete. Schon seine Großeltern waren landwirtschaftlich  tief verwurzelt, auch lässt es sich Franciscos Vater José Montoya Hernández nicht nehmen, nach wie vor ein wenig „mitzumischen“. Und natürlich überrascht es  nicht, dass noch einige weitere Familienmitglieder im Betrieb integriert sind!  So zum Beispiel Franciscos Brüder José Manuel Montoya Sanchez und Andrés Montoya Sanchez, der die Verkaufsleitung übernommen hat.

LOS RUBIALES ist Teil des noch größeren, markenrechtlich geschützten Betriebs CAMPOJOYMA. Die Produkte, die unter dem Lable LOS RUBIALES vertrieben werden, werden erzeugt auf einer stattlichen Fläche von 120 ha Land. Alles in Allem hat das ganze Unternehmen rund 200 ha eigene Anbauflächen, was in etwa 50 % der Gesamtfläche ausmacht. Der Rest kommt von ca. 50 Erzeugern aus der nahem Umgebung, mit denen die Familie teilweise schon seit vielen Jahren zusammen arbeitet.

 

Demeter und mehr

LOS RUBIALES ist spezialisiert auf Ratatoille-Gemüse. Insgesamt werden 29 Produkte kultiviert wovon Paprika, Tomaten und Schlangengurken das ganze Jahr über angeboten werden können. Der Boden in dieser Gegend besteht aus je 1/3 Sand, Lehm und Kalk, was ideale Voraussetzungen schafft für gesunde, große Pflanzen. Das mediterrane Klima und die liebevolle, professionelle Pflege garantieren saftige und gesunde Früchte. Gedüngt wird mit eigens hergestelltem Kompost. Das Wasser zur Bewässerung kommt aus verschiedenen Resservoirs und einer nahegelegenen Entsalzungsanlage.

Zu einem großen Teil haben die Erzeuger bereits auf Demeter umgestellt. Momentan sind es ca. 15% der gesamten Anbauflächen der Erzeugergemeinschaft. Zeitnah geplant ist eine Ausweitung der Fläche auf ca. 25% und eine eigene Marke namens „ECO RUBIALES“. Für die Anbau- und Erntevorgänge halten sich die Anbauer an den biodynamischen Kalender. Zur Herstellung von Hornmist sind 60 Hörner vorhanden, die 3-4 Jahre einsetzbar sind.

Im Demeter-Bereich verwenden die Anbauer Flüssigkompost – die Felder sind eingerahmt in bunte, duftende Kräuter und Gewürze, die wichtige Nützlinge beherbergen. Im Kampf gegen den Pilz „Botrytis“ habe die Erzeuger gute Erfahrungen gemacht, in dem sie Stroh unter den Pflanzen auslegen.

 


 Produkte

Aubergine   Zucchini   Tomaten

 Chinakohl   Spitzpaprika   Landgurken

Paprika   Wassermelonen   Galia-Melonen


 Zertifikate

eu-Bio   demeter groß png   Global groß

Landwirtschaft in Andalusien

Die Landwirtschaft spielt in Andalusien seit Generationen wirtschaftlich eine sehr bedeutende Rolle. Fast 50 % des Territoriums werden landwirtschaftlich genutzt was somit neben dem Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Region darstellt. Besonders weit verbreitet ist der Anbau von Oliven – über 80 % des spanischen Olivenöls stammt aus Andalusien. In den Tälern und Auen der Flüsse „Guadalquivir“ und „Genil“ werden Getreide, Sonnenblumen, Mais, Reis und Gemüse angebaut, die Gegend um Huelva ganz im Süden der Region ist bekannt für Beeren und Zitrusfrüchte. Die produktivsten und bedeutendsten landwirtschaftlichen Flächen finden sich jedoch auf sandigen und kalkreichen Küsten- und Flussbereichen, wie etwa in der Provinz Almería.

Klima in Almería

Die Provinz Almería mit der gleichnamigen Hauptstadt ist die Gegend mit den meisten Sonnenstunden Spaniens im Jahr, knapp 3.000. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 18 °C bis 19 °C. Hier herrscht wüstenähnliches, mediterranes, warmes und trockenes Klima; der Himmel ist meist wolkenlos und sehr hell, die Sommer warm und die Winter mild. An der Südküste weht die meiste Zeit ein starker Westwind. Die Niederschlagsmenge ist gering, Cabo de Gata ist der Ort, an dem es in Spanien am wenigsten regnet.

Der wichtigste wirtschaftliche Faktor ist die landwirtschaftliche Produktion in Gewächshäusern. Diese dienen dem Schutz vor dem Wind und der Austrocknung. Im Sommer werden die Folien sogar von oben mit einer Kalklösung weiß angestrichen, damit nicht zu viel Licht und Hitze hindurch kommt. Die Folien sind doppellagig und können je nach Bedarf geschlossen oder geöffnet werden, so dass an heißen Tagen die kühlende Meeresbrise durch die Pflanzen wehen kann und so die stauende Hitze und hohe Luftfeuchte abziehen können. An trockenen Tagen dagegen bleiben die Folien unten und halten die Feuchte, an windigen Tagen schützen sie auch vor unerwünschter Kälte. Die Folien halten i.d.R. ca. 4 Jahre und werden dann recycelt.

Die Wasserproblematik

Die Mitte und der Westen Andalusiens erhalten ihr Wasser überwiegend aus Flüssen, Grundwasser und Sammelbecken. Die Provinz Almería hat den Vorteil großer, unterirdischer Wasseradern. Gespeist wird dieses Reservoir vom Tauwasser der naheliegenden Gebirgskette „Sierra Nevada“ („schneebedecktes Gebirge“). Es ist mit 3482 Metern das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel und zieht sich in westöstlicher Richtung an einem Teil der südlichen Mittelmeerküste Spaniens entlang. Teilweise reichen die Steilhänge bis direkt ans Mittelmeer heran, wie zum Beispiel in und um Almería.

Tatsächlich wurde mit dieser reichhaltigen und billigen Ressource lange Jahre verschwenderisch umgegangen, was zu einem Absenken des Grundwasserspiegels und einer teilweisen Versalzung der Böden geführt hat. Wasser aus Entsalzungsanlagen ist vielen Erzeugern zu teuer. Sehr strenge Regularien seitens der Regierung jedoch und ein Umdenken der Landwirte hat letzten Endes dazu geführt, dass sich momentan die Zuflüsse und die Entnahme des kostbaren Gutes in Etwa die Waage halten. Dazu beigetragen haben auch zahlreiche Wasserrückführungssysteme, systematische und durchdachte Bewässerungen der Pflanzen, sowie ein neues Umweltbewusstsein der Landwirte.

Mit unserem Projekt „coco“, mit welchem wir uns für eine funktionierende Kompostwirtschaft in Andalusien einsetzten, versuchen wir als NATURKOST SCHRAMM, einen Beitrag dazu zu leisten. Kompost verbessert die Struktur und Wasserspeicherfähigkeit der Böden und trägt dadurch zu einer massiven Reduktion des Wasserverbrauchs bei.

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