Mai Paprika

Sorten: rot, gelb und grün, auch 2. Wahl,  Spitzpaprika „Ramiro“, lose und im 2er-Beutel
Anbauland: Spanien oder Marokko
Nährwerte: 20 kcal/100g (grün), 37 kcal (rot),sehr  viel Vitamin C und Kalium, sowie Carotinoide, welche für die Farbe verantwortlich sind

NATURCHARCLogo II

„Durch die Optimierung des Anbaus der Früchte auf unseren Feldern konnten wir den Wasserverbrauch stark verringern!“

Bio aus Überzeugung

Ein wichtiger Teil der stets wachsenden Bio-Landwirtschaft in der Gegend um Níjar ist das Familienunternehmen NATURCHARC. Der Betrieb blickt auf die umfangreiche Erfahrung von 4 Generationen zurück und wird geleitet von den 3 Brüdern Manuel, José und Javier Giménez Segura. Manuel hat dabei die administrative Geschäftsführung, während José die Lagerleitung und Javier die technische Leitung übernommen haben.

Die Anbauer haben sich für den Bioanbau entschieden, weil sie davon überzeugt sind, dadurch einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und zum Umweltschutz zu leisten. Seit 2001 arbeitet der Betrieb zu 100% biologisch. 2011 entschied man sich zu einer Loslösung von der damaligen Vermarktungsgesellschaft und zur Gründung einer eigenen Marke, NATURCHARC. Die Brüder und ihr Team arbeiten von der Pflanzenzucht bis zur Verpackung ökologisch und ausschließlich mit eigen produzierten Produkten, heißt: ohne Zukäufe. Der vollkommene Verzicht auf Pestizide steht für die Anbauer an erster Stelle: zur Bekämpfungen von Schädlingen werden natürliche Feinde eingesetzt und natürliche Fallen aufgestellt - das rechtzeitige Entblättern in Handarbeit gehört zu den alltäglichen Praktiken.

 

Ideenreich und erfahren

NATURCHARC hat einige gute, ökologisch vorbildliche Ideen. Die Gewächshäuser sind fast alle aus Holz gebaut, also nicht mit Metallstäben. Grund: die Techniker haben herausgefunden, dass die Metallstäbe im Winter so abkühlen, dass die Temperatur unter der Folie um mehrere Grad sinkt. Im Sommer jedoch heizen sie so sehr auf, dass die Temperatur steigt. Mit Holz bleibt die Temperatur konstanter. Regenwasser und Kondenswasser werden über aufwendige Systeme in großen Becken gesammelt und für eine gezielte und sparsame Bewässerung wiederverwendet. Außerdem verwenden die Anbauer zwischenzeitlich keine Schnüre aus Kunststoff mehr, sondern aus einem natürlichen,

kompostierbaren Material. Kundenfreundlich: um einen vorhersehbaren Engpass an Schlangengurken zu überbrücken, haben die Anbauer kurzerhand diese in zweiter Reihe quer durch Tomatenkulturen gepflanzt.

Die Zentrale von NATURCHARC mit Verwaltungsgebäude und Packstation liegt eingerahmt von Gewächshäusern in Campohermoso nahe Níjar, in der Provinz Almería in Andalusien. Hier, am Rande des Gabo-de-Gata-Naturparks und weiter westlich in Retamar befinden sich weitere Anbauflächen. Auf insgesamt rund 70 Hektar, unterteilt in 40 ha Gewächshäusern und 30 ha Freiland pflanzen die Anbauer hauptsächlich Ratatouille-Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Tomaten, Paprika, aber auch Gurken, Broccoli, Spitzkohl und Melonen an. Manuel investiert fortlaufend in neue Anbau- und Erntetechniken für eine nachhaltige Vermarktung. Die Weitergabe des Wissens, der strukturelle und technische Ausbau des Unternehmens sowie die Erhaltung von Traditionen sollen die Erzeugung von gesunden und schadstofffreien Lebensmitteln für künftige Generationen sichern. Weiter arbeitet er, zusammen mit seinem Team, an einem intensiven Ausbau von samenfesten und CMS-freien Produkten.

 

Großer Einsatzt für die Natur

NATURCHARC hat Großes vor: so planen die Erzeuger eine Erweiterung ihrer Nutzflächen auf gut 200 ha, Kräuterkulturen und ein aufwendiges Aufforstungsprojekt mit bedrohten Pflanzenarten und Bäumen. So entsteht im Park eine „Touristenroute“, auf der interessierte Besucher das Zusammenspiel von Natur und Landwirtschaft erleben und begreifen sollen. Außerdem sollen die Lagerhallen von momentan 4000 m2 auf ca. 7000 m2 erweitert werden

Besonders erwähnenswert ist das, gemeinsam mit NAURKOST SCHRAMM ins Leben gerufene Kompostprojekt. Nach mehreren Kursen in Zusammenarbeit mit dem schweizer Kompostexperten Urs Hildebrandt, erkannten die 3 Brüder recht schnell die Vorteile, die sich Ihnen mit der Einführung einer Kompostwirtschaft bieten würden. Und so wurde 2016

eine 2 ha große Kompostanlage eingeweiht, professionell ausgestattet, für eine geplante Kompost-Produktion von ca. 8000 m3. Momentan arbeiten die Erzeuger an einer Erweiterung der Anlage auf 6 ha. NATURCHARC sieht den Kompostierungsprozess als eine Schließung des Produktionszyklus. Erntereste, Grünabfälle und nicht zu vertreibende Produkte werden so zur professionellen Herstellung von Humus verwendet. So verbessern die Anbauer nicht nur nachhaltig die Gesundheit der Böden, sondern auch die Qualität der Produkte. Die physischen und chemischen Eigenschaften der Böden werden verbessert, was eine Verringerung der Wasser- und Nährstoffzugabe zur Folge hat. 

 


Produkte

Paprika   Landgurken   Tomaten

Schlangengurken   Aubergine   Broccoli

Zwiebel   Zucchini   Melone Canari


Zertifikate

eu-Bio   Global groß   Logo caae   Logo Ecovalia

Landwirtschaft in Andalusien

Die Landwirtschaft spielt in Andalusien seit Generationen wirtschaftlich eine sehr bedeutende Rolle. Fast 50 % des Territoriums werden landwirtschaftlich genutzt was somit neben dem Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Region darstellt. Besonders weit verbreitet ist der Anbau von Oliven – über 80 % des spanischen Olivenöls stammt aus Andalusien. In den Tälern und Auen der Flüsse „Guadalquivir“ und „Genil“ werden Getreide, Sonnenblumen, Mais, Reis und Gemüse angebaut, die Gegend um Huelva ganz im Süden der Region ist bekannt für Beeren und Zitrusfrüchte. Die produktivsten und bedeutendsten landwirtschaftlichen Flächen finden sich jedoch auf sandigen und kalkreichen Küsten- und Flussbereichen, wie etwa in der Provinz Almería.

Klima in Almería

Die Provinz Almería mit der gleichnamigen Hauptstadt ist die Gegend mit den meisten Sonnenstunden Spaniens im Jahr, knapp 3.000. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 18 °C bis 19 °C. Hier herrscht wüstenähnliches, mediterranes, warmes und trockenes Klima; der Himmel ist meist wolkenlos und sehr hell, die Sommer warm und die Winter mild. An der Südküste weht die meiste Zeit ein starker Westwind. Die Niederschlagsmenge ist gering, Cabo de Gata ist der Ort, an dem es in Spanien am wenigsten regnet.

Der wichtigste wirtschaftliche Faktor ist die landwirtschaftliche Produktion in Gewächshäusern. Diese dienen dem Schutz vor dem Wind und der Austrocknung. Im Sommer werden die Folien sogar von oben mit einer Kalklösung weiß angestrichen, damit nicht zu viel Licht und Hitze hindurch kommt. Die Folien sind doppellagig und können je nach Bedarf geschlossen oder geöffnet werden, so dass an heißen Tagen die kühlende Meeresbrise durch die Pflanzen wehen kann und so die stauende Hitze und hohe Luftfeuchte abziehen können. An trockenen Tagen dagegen bleiben die Folien unten und halten die Feuchte, an windigen Tagen schützen sie auch vor unerwünschter Kälte. Die Folien halten i.d.R. ca. 4 Jahre und werden dann recycelt.

Die Wasserproblematik

Die Mitte und der Westen Andalusiens erhalten ihr Wasser überwiegend aus Flüssen, Grundwasser und Sammelbecken. Die Provinz Almería hat den Vorteil großer, unterirdischer Wasseradern. Gespeist wird dieses Reservoir vom Tauwasser der naheliegenden Gebirgskette „Sierra Nevada“ („schneebedecktes Gebirge“). Es ist mit 3482 Metern das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel und zieht sich in westöstlicher Richtung an einem Teil der südlichen Mittelmeerküste Spaniens entlang. Teilweise reichen die Steilhänge bis direkt ans Mittelmeer heran, wie zum Beispiel in und um Almería.

Tatsächlich wurde mit dieser reichhaltigen und billigen Ressource lange Jahre verschwenderisch umgegangen, was zu einem Absenken des Grundwasserspiegels und einer teilweisen Versalzung der Böden geführt hat. Wasser aus Entsalzungsanlagen ist vielen Erzeugern zu teuer. Sehr strenge Regularien seitens der Regierung jedoch und ein Umdenken der Landwirte hat letzten Endes dazu geführt, dass sich momentan die Zuflüsse und die Entnahme des kostbaren Gutes in Etwa die Waage halten. Dazu beigetragen haben auch zahlreiche Wasserrückführungssysteme, systematische und durchdachte Bewässerungen der Pflanzen, sowie ein neues Umweltbewusstsein der Landwirte.

Mit unserem Projekt „coco“, mit welchem wir uns für eine funktionierende Kompostwirtschaft in Andalusien einsetzten, versuchen wir als NATURKOST SCHRAMM, einen Beitrag dazu zu leisten. Kompost verbessert die Struktur und Wasserspeicherfähigkeit der Böden und trägt dadurch zu einer massiven Reduktion des Wasserverbrauchs bei.

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