Mai Paprika

Sorten: rot, gelb und grün, auch 2. Wahl,  Spitzpaprika „Ramiro“, lose und im 2er-Beutel
Anbauland: Spanien oder Marokko
Nährwerte: 20 kcal/100g (grün), 37 kcal (rot),sehr  viel Vitamin C und Kalium, sowie Carotinoide, welche für die Farbe verantwortlich sind

Hugo Malarte

„Schon die alten Ägypter wendeten die Techniken an, die auch mir heute im Bio-Anbau noch nützlich sind!“

Mein Betrieb

ist der Hauptlieferant von knackigen, südfranzösischen Salate für NATURKOST SCHRAMM. Geht in Deutschland im Oktober die Saison für Salate und viele andere Gemüsesorten zu Ende, läuft sie in meiner Heimat gerade erst an. Über die Saison liefere ich mehrere hunderttausend, unterschiedlich sortierte, rote und grüne Salatköpfe! Für die Zeit, wenn in den Sommermonaten die Sonne der Provence unbarmherzig brennt und einen Salatanbau unmöglich macht, habe ich mir etwas anderes ausgedacht: als Fruchtfolge baue ich Melonen an. Sie gedeihen bei den hohen, provenzalischen Temperaturen hervorragend, sind jedoch überwiegend für den heimischen Markt bestimmt.

Ein Teil der Gewächshäuser nutze ich für den Anbau von „Sorghum“, einem hohen Gras zur Bildung von Humus.

Mein Werdegang ist etwas ungewöhnlich, denn urprünglich komme ich aus der IT-Branche, bevor ich beschloss, mich in der Landwirtschaft selbstständig zu machen

Mein Einsatz

gilt der Gesunderhaltung der Böden! Uns so wende ich zur Bodendesinfektion eine 4000 Jahre alte Methode an: Die oberste Schicht des Bodens wird stark bewässert und über mehrere Tage abgedeckt. Weiter hilft die Sonne: sie erhitzt den Boden auf bis zu 70 Grad Celsius. So werden Krankheitskeime abgetötet - der Boden sozusagen sterilisiert. Diese Methode ersetzt die im konventionellen Anbau verwendeten, chemischen Mittel und den Heißdampf.

Eine weitere Schädlingsbekämpfung erfolgt in Handarbeit durch das Austauschen befallener Pflanzen - auch setze ich ätherische Öle aus Orangen

und Zitronen ein. Zur Düngung verwende ich Schafsmist, die Bodenfruchtbarkeit wird durch die Einarbeitung von „Sorghum“ in den Boden erhöht.

Meine Anbauflächen

liegen am Rande der Provence, unweit des Flusses „Le Rhône“. Genauer gesagt in „Bezouce“, einem 2000 Seelen-Dorf im Département „Gard“, in der Region „Languedoc- Roussillon. Die Gegend ist bekannt für den „Mistral“, einem kalten Nordwind. Der Wind ist für die Salatzucht eine große Hilfe: er trocknet schnell Tau und Regentropfen und verhindert so Schädlingsbefall und Fäulnisbildung.

Im Süden Frankreichs ist das Klima deutlich milder als in Deutschland. Nur selten fallen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt - die Sommer sind heiß und trocken. Der Boden ist locker und nährstoffreich.

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