Mai Paprika

Sorten: rot, gelb und grün, auch 2. Wahl,  Spitzpaprika „Ramiro“, lose und im 2er-Beutel
Anbauland: Spanien oder Marokko
Nährwerte: 20 kcal/100g (grün), 37 kcal (rot),sehr  viel Vitamin C und Kalium, sowie Carotinoide, welche für die Farbe verantwortlich sind

Jalhuca

„Die Pflanzen für unsere Plantagen züchten wir in eigenen Baumschulen!“

Raus in die Natur

Es war im Jahr 2001, als sich Enrique Morales entschloss, seiner Leidenschaft nachzugeben und als Ausgleich zu seinem trockenen Bürojob Zeit in landwirtschaftliche Projekte zu investieren. Kurzerhand kaufte er einem bereits bestehen, 8 ha großen Avocado-Betrieb auf und stellte diesen um auf Bio - JALHUCA ward geboren! Inzwischen liegt die eigen bewirtschaftete Fläche bei 70 ha Avocados in den Sorten „Hass“, „Bacon“ und „Fuerte“. Später kamen noch Mango-Plantagen hinzu: 15 ha in den Sorten „Osteen“, „Tommy Atkins“, „Keitt“ und „Kent“. Auf einer Fläche von 5 ha experimentiert Enrique auch mit verschiedenen Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Peperoni. „Steckenpferd jedoch werden wohl immer Avocados und Mangos bleiben. 

Das 1600 m2 große, recht neue Packhaus von JAHUCA befindet sich mitten in der Stadt Velez-Malaga. Alles in allem arbeiten momentan ca. 52 Mitarbeiter für das Unternehmen, alle aus der nahen Umgebung.

Perfekte Voraussetzungen

Die Anbau-Flächen befinden sich etwa 30 km weit weg von Malaga, in Velez-Malaga, jüngere und ältere Bäumchen, schön gelegen an Steilhängen. Die Planta- 

gen bestehen teilweise schon seit den 70er-Jahren und zählen so zu den ältesten Spaniens. Weitere Flächen liegen in der Provinz „Cadiz“ nahe Gibraltar, einem neuen Gebiet des Avocado-Anbaus.

Laut Enrique sind Avocados sehr empfindlich und nicht leicht zu kultivieren. Das sonnige Klima in dieser Gegend jedoch ist dafür bestens geeignet. Die sandigen, lehmigen und kalkhaltigen Böden sind nährstoffreich und ideal. Hitze und Trockenheit verhindern Krankheiten und Schimmelbefall, allerdings muss auch bemerkt werden, dass gerade Avocados viel Wasser benötigen. Ausgeklügelte Systeme und viel Erfahrung bzgl. des Verbrauchs der Bäume helfen, trotzdem schonend und nicht verschwenderisch zu arbeiten.

Qualität statt Quantität

Enrique setzt auf ein langsames Wachstum: für ihn zählt weniger die Masse als mehr die Konzentration auf eine gleichbleibend hohe Qualität. Doch was er damals begann, gefiel – und so gesellten sich nach und nach weitere Landwirte mit insgesamt 120 ha Avocados und 25 ha Mangos aus der Umgebung dazu. Die Umstellung auf Bio war für die meisten Landwirte kein Problem, da sie sowieso schon umweltschonend und ökologisch gewirtschaftet haben. Und so arbeiten sie eng zusammen als Erzeugergemeinschaft JALHUCA, technische Mitarbeiter stehen jedem Anbauer beratend zur Seite. 

Toll: alle Setzlinge werden in der eigenen Baumschule gezüchtet. Ist ein Baum zu schwach, ertragsarm oder zu hoch gewachsen wird er entfernt und dient als Unterlage für den neuen Setzling. 

Um den Bedarf für den Export in ganz Europa zu decken, wenn die spanische Ware nicht mehr ausreicht, hat sich Enrique etwas besonders einfallen lassen: er importiert sie aus Mexiko und Peru. So kann er seine Kunden das ganze Jahr über mit subtropischen Produkten beliefern.

 


Produkte

Avocados   Mango


Zertifikate

eu-Bio   Global groß   Logo caae 

Das Problem mit dem Wasser - so sehen wir das!

Immer wieder sehen wir uns mit Fragen zum Wasserverbrauch bei unseren spanischen Erzeugern konfrontiert. Ganz besonders beschäftigt haben uns natürlich auch die kritischen Berichte über den Wasserverbrauch bei der Avocado-Kultivierung von Ende letzten Jahres.

Wir wissen bzgl. des Wasserproblems in den spanischen Regionen Bescheid, auch, dass die Behörden intensiv an diesem Problem arbeiten und die Wassereinsparungsmaßnahmen, auch bei den Landwirten, immer mehr ausgebaut werden. Vielerorts wird die Tröpchenbewässerung eingesetzt, das heißt, die Pflanzen werden nur minimal bewässert nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Viele unserer Erzeuger haben riesige Sammelbecken, in denen sie das Regenwasser sammeln. Teilweise sehen wir bei unseren spanischen Partnern eine 2 Foliendecke über den Pflanzen: diese verhindert das Tropfen von Kondenswasser auf die Pflanzen – das abfließende Wasser wird ebenfalls in einem großen Becken gesammelt und zur Bewässerung weiterverwendet. Wir können also nicht behaupten, dass die Maßnahmen zur Wassereinsparung von den Anbauern nicht ernst genommen werden! Außerdem wissen wir, das Wasser in dieser Region ein sehr teures Gut ist, eine Tatsache, welche alleine schon Grund genug ist, mäßig und sinnvoll zu bewässern.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es ganz normal ist, dass wir auch im Winter mit frischem Obst und Gemüse versorgt werden, und dass nicht nur mit heimischem Kohl oder eingelagerten Äpfeln und Kartoffeln aus den Vormonaten. Jedem Verbraucher in Deutschland sollte bewusst sein, dass seine Tomaten, seine Paprika und seine Schlangengurken im Winter aus Regionen kommen, in denen das dafür benötigte Klima herrscht, aber der Wassermangel viel gravierender ist, als bei uns. Enrique Morales (JALHUCA), wichtiger Avocado-Lieferant, hat zum Thema Wasserverbrauch deutliche Worte gefunden: „Natürlich braucht eine Avocado viel Wasser und natürlich sollte man so effizient und umweltfreundlich wie es geht anbauen. Man könnte sich auch Fragen, wieviel Wasser benötigt wird, nur um Mehrwegflaschen zu reinigen…“. Außerdem stellte er bei eigenen Berechnungen fest, dass die von einer Fachzeitschrift bekannt gegebene Zahl von benötigten 1000 l Wasser/kg Avocados für ihn nicht annähernd zutreffen. Des Weiteren muss klargestellt werden, dass es sich nicht um ein allgemeines Problem in Südspanien handelt – es gibt Regionen mit weniger und mehr Regen. Und fährt man durch Andalusien muss man sich fragen, ob es nicht die Touristenregionen, ja auch die unzähligen Golfplätze sind, welche Unmengen an wertvollem Wasser benötigen!

Natürlich sind auch wir bei unseren zahlreichen Besuchen bei den spanischen Anbauern immer bestrebt, das Thema Wasserverbrauch und Wassereinsparungsmaßnahmen anzusprechen und uns über die aktuelle Lage zu informieren. Im Gegenzug dazu unterstützen wir als Naturkost Schramm unsere Erzeuger bei ihrer umweltschonenden und umweltbewussten Bewirtschaftung ihrer Ländereien, z.B. durch nachhaltige Anbauplanungen und die Einführung einer funktionierenden Kompostwirtschaft. Diese führt dem Boden wichtige Nährstoffe zurück und reguliert die Bodeneigenschaften, was letzten Endes auch zu Wassereinsparungen führt.

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